Dreimal mehr Rendite mit Tagesgeld als mit Bundesschatzbriefen
Dezember 9, 2011
Die Euro-Krise senkt die Sparzinsen. Besonders Bundespapiere verlieren mehr und mehr an Attraktivität. Die Rendite ging im Verlauf der Zeit um 80 Prozent zurück. Lag der Zinssatz der siebenjährigen Bundesschatzbriefe des Typs B 1970 noch zwischen 6,4 und 7 Prozent, so lang er 2008, mit dem Beginn der Finanz- und Börsenkrise, nur noch bei 2,64 Prozent, und seitdem ging es aufgrund anhaltender Krisensymptome weiterhin bergab. Ende 2010 erreichte die Rendite lediglich 1,85 Prozent, und aktuelle Meldungen melden 1,25 Prozent. Wegen der mageren Zinsen hat der Bund Schwierigkeiten, Schuldenscheine an den Sparer zu bringen.
Umso mehr überzeugt das Tagesgeld. Dank der Aspekte der Flexibilität und Ertrags sind Tagesgelder zurzeit kaum zu schlagen. Sparer sind in der Lage, täglich über ihr Guthaben zu verfügen und auf diese Weise schnellstmöglich auf Veränderungen am Kapitalmarkt zu reagieren. Außerdem reicht die vorteilhafte Verzinsung beinahe an die Drei-Prozent-Grenze heran und bietet somit großes Sparpotenzial. Das bedeutet, dass Sparer mit diesem Angebot fast dreimal so viel Rendite erzielen als mit sechsjährigen Bundesschatzbrief, und das auch noch bei voller Flexibilität. Die feste sechs- oder siebenjährige Anlage ist momentan sehr fragwürdig. Die Zinsentwicklung ist nur schwer vorherzusehen, und Anleger sollten für verschiedene Szenarien gewappnet sein. Flexibilität ist da sehr wichtig. Experten empfehlen daher eine Kombination aus kurz- und mittelfristigen Termingeldern. Drei Viertel der Ersparnisse auf ein-, zwei- oder dreijährige Festgelder verteilen und die restlichen 25 Prozent auf Tagesgeld: So wird jedes Jahr aufs Neue Geld frei, welches man wieder bestmöglich anlegen kann.
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